Reststoffe werden Ressourcen

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03.08.2011

Stichworte: Biogene Reststoffe, BIORES-Netzwerk, Nebenprodukte, Biomasse, Energie

Neue Wertschöpfungsketten für biogene Reststoffe durch verbesserte Technologien. Netzwerk mit Leuchtturmprojekten gestartet.

Biogene Reststoffe aus der Landwirtschaft, Nebenprodukte der Lebensmittelherstellung oder „biologische“ Abfälle von Kommunen fallen in Deutschland in großen Mengen an. Die Substanzen bleiben zumeist ungenutzt und verursachen hohe Entsorgungskosten. Und das, obwohl in ihnen ein großes Potential zur stofflichen und energetischen Verwertung steckt. Das „BioRes-Netzwerk möchte dieses Potential mit neuen Technologien und Verfahren fördern.

Bremerhaven, 03. August 2011. Mit der bloßen Entsorgung von Reststoffen, Nebenprodukten und Abfällen verschenkt die verarbeitende Industrie wertvolles Biomassepotential. Um bislang ungenutzte biogene Stoffströme aus der Lebensmittelindustrie, der Entsorgungsbranche oder der Land- und Forstwirtschaft verwertbar zu machen, werden im vom ttz Bremerhaven geleiteten Netzwerk BIORES Produkte und Verfahren für die stoffliche und energetische Nutzung biogener Reststoffe entwickelt. Im BIORES-Netzwerk sind Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette rund um die Biomassenutzung vertreten - vom Produzenten über das verarbeitende Gewerbe bis zum Anlagenbauer und Dienstleister.

Lernen am Modell mit Leuchtturmprojekten

Das ttz Bremerhaven und seine Partner erarbeiten neue Konzepte für existierende Standorte und Entsorgungsströme, im Rahmen derer neue Verwertungstechnologien eingeführt werden. So sollen Leuchtturmprojekte entstehen, deren Rentabilität in Wirtschaftlichkeitsanalysen geprüft wird. Das ttz Bremerhaven wird zusammen mit den Netzwerkunternehmen Technologien entwickeln und erproben. Ziel ist die Etablierung neuer Wertschöpfungsketten rund um biogene Reststoffe im Verbund mit Firmen, Verbänden und Forschungsdienstleistern. Die Modellstandorte sind über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Im Bereich Entsorgung wird die Nehlsen AG in Bremen einen Recyclingpark bereitstellen. Die Optimierung landwirtschaftlicher Reststoffströme wird in Niedersachsen beim Abwasserverband Braunschweig sowie in Bayern im Landkreis Rhön-Grabfeld untersucht. Ein Leuchtturmprojekt aus der Lebensmittelwirtschaft wird noch ausgewählt.

Mehr-Wert: Stoffliche vor energetischer Nutzung

Mit Knowhow sollen so aus vermeintlichen „Reststoffen“ Verpackungsmaterialien, Baustoffe, Grund- oder Feinchemikalien, Dünger oder Futtermittel entstehen. Die Co-Feuerung in Kraftwerken oder dezentralen Kleinkraft- und Heizwerken sind potentielle Einsatzmöglichkeiten. Denkbar ist auch die Verarbeitung zu Pellets, Alkohol oder energetisch nutzbaren Gasen. Erst wenn das nicht mehr möglich ist, kommt eine Deponierung in Frage. 

Starke Partnerschaften über Branchen hinweg

Das BIORES-Netzwerk bietet seinen Mitgliedern vielfältige Leistungen an. Hierzu gehören Marktrecherchen, Betriebs- und Produktanalysen sowie Strategie-Entwicklungen für die Markteinführung neuer Produkte und Verfahren. BIORES leistet eine unabhängige und praxisnahe Beratung bei Förderanträgen wie etwa im Bereich der Technologieentwicklungen. Außerdem verbreitet und bewirbt das Projekt das Thema biogene Reststoffe anhand der geplanten Leuchtturm-Projekte. Deshalb bietet das Netzwerk eine attraktive Onlinepräsenz (www.biores-netzwerk.de) mit den wichtigsten Informationen.

Gefördert wird das Projekt „BIORES-Netzwerk“ vom Programm ZIM-NEMO des Bundeswirtschaftsministeriums. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) werden bei Produkt- und Verfahrensentwicklungen unterstützt. Projektpartner neben dem ttz Bremerhaven sind der Abwasserverband Braunschweig, Agrokraft GmbH, bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., florafuel AG, Herlt EnergieSysteme, N-Zyme BioTec GmbH, Nehlsen und Martin Braun Backmittel und Essenzen KG, Phytolutions GmbH sowie die Pusch AG.

Verwandte Themen am ttz Bremerhaven:

Projektbeschreibung: BIORES-Netzwerk

Broschüre: Potentiale biogener Reststoffe erkennen und nutzen: Wie Ihr Unternehmen von einem zukunftsorientierten Netzwerk profitieren kann.

BIORES-Netzwerk Projekt-Homepage (http://www.biores-netzwerk.de)

Pressemitteilung: Wer suchet, der findet

Pressemitteilung: Reststoffe - Wasser - Energie: Ein Symposium für die Lebensmittelindustrie

Pressemitteilung: Alzheimerprävention mit den Kräften der Natur

Pressemitteilung: Gute Tropfen mit gutem Gewissen genießen

Pressemitteilung: Lebensmittelindustrie entdeckt Potential geschlossener Wertstoffkreisläulfe

Pressemitteilung: Ausgegorene Lösungen für Bio-Energiewirte

Pressemitteilung: Biogas stärkt Olivenbauern

Projektbeschreibung: FARMAGAS

Projektbeschreibung: Agrobiogas

Projektbeschreibung: PROVINO

Projektbeschreibung: CHITOFOOD

Projektbeschreibung: BrainHealthFood

Veranstaltung: Fachworkshop zu Erneuerbaren Energien

Pressemitteilung: Beste Reste

Terminhinweis: Forum Biogene Abfälle und Reststoffe

Terminhinweis: BioRes-Netzwerk auf der Waste to Energy + Recycling 2013

Pressemitteilung: Natur pur für bessere Lebensmittel

Terminhinweis: IndustrialGreenTec-Conference auf der Hannover Messe am "Green Day"


Pressebilder zur redaktionellen Nutzung.

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Bildunterschrift:

BIORES Kick-Off-Meeting im ttz Bremerhaven.

Foto: ttz Bremerhaven/ Christian Colmer.

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Bildunterschrift:

BIORES Schema 1: Partner und Prinzip

BIORES_Schema_2

Bildunterschrift:

BIORES Schema 2: Wie wird im BIORES-Netzwerk vorgegangen? 

110718_BIORES_Schema_3

Bildunterschrift:

BIORES Schema 3: Arbeitsprogramm und Verarbeitungswege im BIORES-Netzwerk


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Das ttz Bremerhaven versteht sich als innovativer Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales Experten-Team in den Bereichen Lebensmittel, Umwelt und Gesundheit.

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