Sauerstoff hoch drei für sichere Lebensmittel

prototype_ozonecip

12.09.2011

Stichworte: Ozonezip, Ozon, 6. Ozon-Workshop, Desinfektion

 

 

 

Experten diskutieren in Bremerhaven über Desinfektion mit Ozon

Wie kann Ozon effektiv zur Desinfektion von Oberflächen oder Lebensmitteln eingesetzt werden? Im Rahmen des sechsten Ozon-Workshops lädt das ttz Bremerhaven am 27. Oktober 2011 zum Wissens- und Erfahrungsaustausch ein. Erwartet werden Vertreter aus Wissenschaft, Forschung, Lebensmittelindustrie, Anlagenbau, Landwirtschaft und Politik.

Bremerhaven, 12. September 2011. Hochwertige, keimfreie und ökologisch einwandfreie Produkte herzustellen - das ist für Lebensmittelproduzenten und deren Zulieferer eine große Herausforderung. Die Desinfektion von Oberflächen und Lebensmitteln mit dem reaktionsfreudigen Ozon stellt in diesem Zusammenhang einen interessanten Weg zur umweltschonenden Qualitätssicherung dar. Der vom ttz Bremerhaven initiierte Workshop „Einsatz von Ozon zur Desinfektion in der Lebensmittelindustrie“ zeigt am 27. Oktober 2011 in Bremerhaven Wege auf, wie das Molekül nutzbar und eine optimale Produktqualität erreicht werden kann. Von 9:30 Uhr bis 16:00 Uhr wird über innovative Verfahren und Erfahrungen beim Einsatz von Ozon als Desinfektionsmittel diskutiert.

Aufgrund seiner starken Desinfektionswirkung ist Ozon, eine Erscheinungsform von Sauerstoff, bei korrekter Anwendung für eine schadstofffreie Desinfektion von Oberflächen und Lebensmitteln prädestiniert. Bei Kontakt mit Mikroorganismen oxidiert Ozon die Zellmembran von Bakterien, Viren, Pilzen, Sporen und Einzellern und leitet damit ihre Zerstörung ein. Als Reaktionsprodukt bleibt lediglich Sauerstoff zurück. Im Gegensatz zu umweltschädlichen Chemikalien, die üblicherweise in der Industrie eingesetzt werden, bleiben vom Ozon keine gefährlichen Rückstände an den Maschinen oder den Lebensmittelprodukten zurück.

Darüber hinaus bestehen weitere Vorteile: Weil bei der Desinfektion mit Ozon keine Rückstände bleiben, wird das Nachspülen der zu desinfizierenden Fläche mit Klarwasser, was bei herkömmlichen Desinfektionsverfahren nötig ist, überflüssig. So werden Wasser und Kosten gespart und darüber hinaus die Umwelt entlastet. Daher ist die Desinfektion mit Ozon in der Lebensmittel-Branche zukunftsweisend. Das ttz Bremerhaven möchte mit der Tagung  die Entwicklung Ozon-basierter Desinfektionsverfahren fördern.

Ansprechpartnerin für fachliche und organisatorische Rückfragen ist die verantwortliche Projektleiterin Birte Ostwald (Tel.: +49 (0)471 9448 703, Fax: +49 (0)471 9448 722, Email: bostwald@ttz-bremerhaven.de). Die Teilnahmegebühr beträgt 290 Euro.

 

Weitere Informationen zu diesem Thema:


Pressebilder zur redaktionellen Nutzung (foto: ttz/pr)

prototype_ozonecip

Bildunterschrift 1:

Ozon-CIP-Prototyp, entwickelt im Rahmen des von der EU geförderten Projektes OZONECIP 

bild-1-ozonanlage-netzteil

Bildunterschrift 2:

Labor-Ozongenerator, Typ C-L010-DTI

mechanismus ozon

Bildunterschrift 3:

Wirkmechanismus von Ozon (O3): Das dritte Sauerstoffatom reagiert aufgrund der schwachen monomeren Bindung bei Kontakt mit z.B. organischen Substanzen (Bakterien, Pilze, Viren, Sporen), indem es dessen Zellmembran oxidiert und somit die osmotische Auflösung und damit die Inaktivierung und Zerstörung der betroffenen Zelle verursacht.


Download mit rechter Maustaste: "Ziel speichern unter..."


Das ttz Bremerhaven versteht sich als innovativer Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales Experten-Team in den Bereichen Lebensmittel, Umwelt und Gesundheit.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen