20 Jahre ttz - Bester Transfer erfolgt über „Köpfe“

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20.10.2008

Stichworte: Jubiläum, 20 Jahre ttz, Akquisestärke

Wissen schafft Wert - in wirtschaftlicher Hinsicht, aber zugleich auch einen Lebens-Wert für die Region. Das Fazit, das die Expertenrunde aus Politikern, Wirtschafts- und Wissenschaftsvertretern anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des ttz Bremerhaven zog, war das vielleicht schönste Geburtstagsgeschenk für den Forschungsdienstleister. 100 Gratulanten fanden sich heute im Atlantic Hotel Sail City ein, um das runde Jubiläum gemeinsam zu feiern. Die Anwesenden waren sich einig, dass die 1988 getroffene Entscheidung der Hochschule, mit einer Ausgründung die Ressource Wissen schneller in praktische Anwendungen zu überführen, sich als weitsichtig und richtig erwiesen hat. Das Konzept ging auf - heute ist das ttz Bremerhaven durch seine Akquisestärke bei EU-Fördermitteln ein wichtiger Partner. 

 

Bremerhaven, Oktober 2008. Wissenschaftliche Lösungen sind ein Exportschlager für Bremerhaven geworden, haben aber auch nach „innen“ nachhaltig gewirkt. So sind es nicht nur die von weitem sichtbaren Veränderungen, die für einen gelungenen  Strukturwandel stehen. „Wissen nutzenbringend für die Region einsetzen“ sei ein Ziel, das es weiterhin zu fördern gilt, so der Senator für Wirtschaft und Häfen, Ralf Nagel. Der Ausbau der eigenen, regionalökonomischen Stärken hat für Bremerhaven einen neuen Blick auf die Zukunft eröffnet. Dabei lobte er auch das Geschick und des ttz Bremerhaven bei der Einwerbung von EU-Fördermitteln, von denen die gesamte Region profitiere. Die Finanzierung durch Drittmittel, Direktaufträge und öffentliche Mittel mache weniger anfällig. Wolf Kropp-Büttner, Geschäftsführer des Bremer Chocolatier Hachez bekräftigte, dass es dem Mittelstand helfe, dass das ttz Bremerhaven als Türöffner für den Zugang zu geförderten Projekten aktiv ist.

Oberbürgermeister Jörg Schulz plädierte ebenfalls für „Vielfalt und Vernetzung“ als Erfolgsfaktor. Eine Aktion wie die Vermarktung als „Stadt der Wissenschaft“ im Jahr 2005 habe dazu beigetragen, dass die Bürger sich den Wert von Forschung und Bildung stärker bewusst machen und sich mit diesem neuen Gesicht von Bremerhaven identifizieren.

„Wissenschaft sei ebenso wie Logistik und Tourismus ein „Leuchtturm“ für die Region“, befand auch Jörg Peters vom Senat für Wirtschaft und Häfen. Um Breitenwirkung zu erzielen, müsse das Thema auch emotional besetzt werden. „Das erreicht das ttz Bremerhaven mit stark anwendungsorientierter Forschung, die sich Alltagsproblemen annimmt und gut umsetzbare Lösungen findet“, beschreibt Werner Mlodzianowski, Geschäftsführer des ttz Bremerhaven, das Profil seines Unternehmens. Ein Beispiel dafür lieferte Dr. Andreas Bosselmann, Leiter Forschung & Entwicklung der Frosta AG.

Bei Entwicklung des Reinheitsgebotes, dass das Unternehmen 2003 einführte und das bis heute von zentralem Wert für seine Kernkompetenzen ist, war das Sensoriklabor des ttz Bremerhaven maßgeblich beteiligt. Zwar verfüge Frosta über eine eigene starke Entwicklungsmannschaft, aber ttz Bremerhaven und die Hochschule Bremerhaven können in der Entwicklungsarbeit noch andere Impulse setzen. „Die Förderung mit öffentlichen Mitteln räumt uns einen Spielraum ein, der uns auch ungewöhnliche Lösungswege ausprobieren lässt, so Mlodzianowski.

Der Blick nach vorn durfte natürlich nicht fehlen: neue Ansiedlungen, etwa die eines Fraunhofer Instituts für Windtechnik, und die Erweiterung des Studienangebotes um den Studiengang Windenergietechnik ab 2009 werden weiter zur Profilierung von Bremerhaven als Wissenschaftsstandort beitragen. Denn wie Prof. Dr. Dr. h.c. Josef Stockemer, Rektor der Hochschule Bremerhaven weiß: Die wichtigste Transferleistung findet über die „Köpfe“ statt. Gut ausgebildete Studenten, wie momentan die 4000 Absolventen der Lebensmitteltechnik, tragen das Bild des neuen Bremerhavens nach Studienabschluss in die Welt hinaus - oder stärken die Region als qualifizierte Fachkräfte.



Das ttz Bremerhaven versteht sich als innovativer Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales Experten-Team in den Bereichen Lebensmittel, Umwelt und Gesundheit.