Preisgekrönter Start in die Praxis 

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03.06.2008

Stichworte: Auszeichnung, Qualitätssicherung, Bio-Analytik, Transparenz

 

 

Bei der feierlichen Verleihung des Preises für die beste Abschlussarbeit ehrte der Förderverein der Hochschule Bremerhaven am 30. Mai Christina Cordes, Mitarbeiterin des ttz Bremerhaven. Ihre Untersuchung über neue Technologien zur verbesserten Qualitätssicherung und mehr Transparenz in der Lieferkette von Frischeprodukten überzeugte mit Innovationsgehalt und praktischem Mehrwert. Die Ergebnisse konnte Christina Cordes direkt in das EU-geförderte Projekt Chill On einbringen, das sie als Mitarbeiterin des ttz Bremerhaven mitbetreut. So konnte die Preisträgerin die praktische Relevanz ihrer Forschungsergebnisse für die Fisch- und Geflügel-Branche unmittelbar überprüfen.

Bremerhaven. Für den Laien klingt der Titel sperrig: „Etablierung einer molekulargenetischen Analyse von Enterobacteriaceae auf Fischprodukten mittels Polymerase-Kettenreaktion“. Der Nutzen dieses Verfahrens ist dagegen eingängig: Vertreter der Bakterienfamilie „Enterobacteriaceae“ werden als Indikator-Organismen für Hygiene eingesetzt. Ihre Anzahl lässt Rückschlüsse auf die Be- und Verarbeitung von Fisch und Fischprodukten zu. Mit dem Verfahren, das Christina Cordes entwickelten hat, reduziert sich der Arbeits- und Materialaufwand der Analyse erheblich. „Es sollte eine Methode gefunden werden, um die vorhandenen Bakterien-DNA einer Probe möglichst komplett in guter Qualität zu isolieren. Mit der Polymerase-Kettenreaktion (englisch Polymerase Chain Reaction, kurz PCR) liegt das Ergebnis bereits nach wenigen Stunden vor - bisher dauerte ein mikrobiologischer Nachweis etwa 24 Stunden,“ erklärt die Absolventin den praktischen Nutzen ihrer Arbeit.

Ihre Abschlussarbeit im Fach Bio-Analytik hat Christina Cordes am BIBIS (Bremerhavener Institut für Biologische Informationssysteme) geschrieben, einem Geschäftsbereich des Forschungsdienstleisters ttz Bremerhaven. Der direkte Praxisbezug der Arbeit wurde auch von Institutsleiter Prof. Dr. Carsten Harms, der die Arbeit zusammen mit seinem Hochschul-Kollegen Prof. Dr. Matthias Nagel betreute, gefördert: „Wir binden Studenten nach Möglichkeit in die aktuelle, praxisnahe Forschung ein. Diese Anforderung an die Nachwuchsförderung wurde in der Kooperationsvereinbarung zwischen Hochschule und ttz Bremerhaven besiegelt“, so Harms. Christina Cordes arbeitet mittlerweile fest am Institut und begleitet dort die Weiterentwicklung des Verfahrens zu einer so genannten „qualitativen real time PCR“. Damit ließe sich die Auswertung weiter beschleunigen und der Materialaufwand reduzieren.

Das System wurde für die Fisch- und Geflügel-Branche entwickelt, lässt sich aber auch für andere Bereiche der Lebensmittelwirtschaft oder Untersuchungen von Umweltproben einsetzen. Der Vorgang kann automatisiert werden und liefert mit seinem Praxiseinsatz im Projekt ChillOn einen Beleg für seine unkomplizierte Anwendbarkeit. Damit gerät er zunehmend ins Blickfeld der Industrie, für die die Implementierung zuverlässiger und effizienter Methoden für die Lebensmittelsicherheit und -qualität oberste Priorität hat.

 

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Pressebilder zur redaktionellen Nutzung (foto: ttz/pr)

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Bildunterschrift:

Die Hochschule Bremerhaven zeichnet die besten Abschlussarbeiten aus.

(© Markus Abeling)


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Das ttz Bremerhaven versteht sich als innovativer Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales Experten-Team in den Bereichen Lebensmittel, Umwelt und Gesundheit.

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