Vorteil durch Vielfalt

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17.10.2010

Stichworte: Nutzpflanzen, Nutztiere, Biodiversität, Nachhaltigkeit

Am ttz Bremerhaven wird die Vielfalt von Nutzpflanzen und -tieren sowie die natürliche Biodiversität befördert. Der Erhalt ursprünglicher und kulturell wichtiger Arten und Lebensräume bedingt überregionale Kooperationen und Richtlinien. 

Bremerhaven, Oktober 2010. Die biologische Vielfalt umfasst die Vielfalt lebender Organismen jeglicher Herkunft. Sie beschreibt die Diversität von Arten, Ökosystemen und Kulturlandschaften. Das Fachwort hierzu lautet Biodiversität. Der regionale Austausch und die Festlegung von Richtlinien zur Aufwertung von Biodiversität in Europa sind Ziele des REVERSE-Projektes. Seit Anfang 2010 ist das ttz Bremerhaven Partner.

Das Jahr 2010 wurde von den Vereinten Nationen zum “Internationalen Jahr der Biodiversität” ernannt. Dies zeigt, wie wichtig dieses Thema für die Weltgemeinschaft ist: Hohe Biodiversität ist eine Grundlage für das menschliche Wohlergehen. Sie entscheidet beispielsweise darüber, wie reichhaltig unser Speiseplan ist und wie vielfältig unsere Genusserlebnisse sind. Am härtesten treffen die Folgen einer abnehmenden biologischen Diversität arme Bevölkerungsteile der Erde, da sie auf günstige, lokale Erzeugnisse angewiesen sind.

Mit seinen Erfahrungen in der Re-Kultivierung alter Nutzpflanzen sowie der Entwicklung neuer Verarbeitungstechnologien für traditionelle Sorten leistet das ttz Bremerhaven einen wichtigen Beitrag zum Know-how-Transfer zwischen den teilnehmenden europäischen Regionen. Im Bereich der Lebensmittel hat der Forschungsdienstleister besondere Kompetenzen bei der wirtschaftlichen Nutzung alter Kartoffel- und Getreidesorten und bei entsprechenden Produktentwicklungen.

Nachhaltige Anbaumethoden gehören dazu. Gemeinsam mit Land- und Forstwirten, Fischfarmern sowie mit staatlichen Institutionen und Nichtregierungsorganisationen erarbeitet das ttz Bremerhaven Lösungen, die auch ökonomisch attraktiv sind, beispielsweise im Bereich der Energiepflanzen. Mais oder Energiehölzer wie Pappel und Weide reduzieren den Einsatz CO2-emmitierender Energiequellen. Die Forscher von der Weser verbinden diesen Nachhaltigkeitsvorteil mit biologischer Vielfalt. Durch intelligente Mehrfachbepflanzungen mit anderen Nutzpflanzen wird eine erhöhte Artenvielfalt auch bei wildlebenden Pflanzen und Tieren erreicht. Damit leistet das ttz Bremerhaven einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Flora und Fauna.

Am Ende des REVERSE-Projektes steht ein Leitfaden für politische Entscheidungsträger. Dieser beinhaltet Handlungsempfehlungen sowie Methoden, die in der Praxis positiv auf die Biodiversität gewirkt haben. Die Projektpartner sind überwiegend regionale Landesbehörden und öffentliche Einrichtungen aus sieben europäischen Ländern. Das regionalübergreifende europäische Kooperationsprojekt innerhalb des INTERREG IVC Programms hat eine Dauer von drei Jahren und eine Gesamtbudget von zweieinhalb Millionen Euro. Weitere Informationen zum REVERSE Projekt entnehmen Sie bitte dem beigefügten REVERSE Projekt-Flyer.

 

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Pressebilder zur redaktionellen Nutzung.

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Bildunterschrift:
Auf dem Gebiet alter Getreidesorten hat das ttz Bremerhaven langjährige Erfahrung.

Foto: ttz Bremerhaven/ Christian Colmer.

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Bildunterschrift:
Wenn es um Biodiversität geht, richtet sich ein Hauptaugenmerk auf nachhaltige Anbaumethoden, wie hier in der Nähe von Bordeaux.

Foto: ttz Bremerhaven/ Christian Colmer.

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Bildunterschrift:
Für Landwirte müssen oft besondere Anreize geschaffen werden, um eine höhere Biodiversität zu erzielen.

Foto: ttz Bremerhaven/ Christian Colmer.

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Das ttz Bremerhaven versteht sich als innovativer Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales Experten-Team in den Bereichen Lebensmittel, Umwelt, Gesundheit und Beratung.