Sparen mit der Kraft der Sonne lässt Bilanzen besser aussehen

Pool-kl27.01.2009

Stichworte: Solarenergie, Freibad, Solpool

Sparen bedeutet nicht gleich Verzicht - manchmal genügt eine Umstellung, um die gleiche Qualität zu günstigeren Bedingungen und auf effizienterem Weg zu erzielen. Auch wenn die Freibadsaison noch fern scheint, Betreiber und Installateure sollten keine Zeit verlieren, um eine Umstellung oder die verstärkte Nutzung von Solarenergie für ihr Heizkonzept auf den Weg zu bringen. Die DGS (Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.) und das ttz Bremerhaven, Koordinator und Partner in dem EU-Projekt SOLPOOL, vermitteln in zwei Workshops im Norden und Osten Deutschlands anschauliche Best-Practise-Beispiele und individuellen Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Bei den ersten Trainingsworkshop auf Kreta/Griechenland bescheinigten 50 teilnehmende Anwender und Installateure dem Training eine hohe Praxisrelevanz und eine gelungene Vermittlung verwertbaren Wissens.

Bremerhaven, Januar 2009. Nicht nur die technische Machbarkeit und überzeugende Wirtschaftlichkeit entscheidet über den Erfolg einer Technologie. Im Fall der Solarthermie sind es vor allem Wissenslücken und eine wenig ausgeprägte Vernetzung in der Branche, die der Ausweitung einfacher Solarthermalsysteme für die Beheizung von Außenschwimmbädern im Wege stehen. Die geringe Beachtung schlägt sich nicht nur in der Ökobilanz durch den unnötigen Verbrauch fossiler Rohstoffe nieder, sondern reißt auch bei vielen Kommunen Löcher in die Budgetplanung. Hier schafft das Projekt SOLPOOL Abhilfe: Besitzer und Betreiber von öffentlichen Schwimmbädern lernen in zwei Workshops - am 3.3. in Thüringen und am 28.4. in Bremerhaven - aus herstellerneutraler Sicht Potentiale, Fördermöglichkeiten und Wirtschaftlichkeit von Solarthermalsystemen kennen und für den individuellen Fall durchkalkulieren.

Die Materialkosten für die Umstellung auf Solarenergie sind auch für Betreiber mit geringen Finanzressourcen realistisch, die Einsparungen gleichen die Investitionen meist innerhalb von 1-2 Jahren aus (?). Da die Absorptionsanlagen nur Temperaturen bis maximal 25°C ausgesetzt sind, können kostengünstige Kunststoffabsorber eingesetzt werden. Das Beckenwasser fließt zur Erwärmung direkt durch den Absorber. Die Anschaffung eines zusätzlichen Speichers entfällt, da das Becken diese Funktion übernimmt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Sonnenenergie zum Höhepunkt der Badesaison.

Dennoch nutzten 2004 erst 725 der 3.500 öffentlichen Schwimmbäder in Deutschland Solarthermalsystemen zur Heizung ihrer Pools. Demgegenüber stehen Millionenausgaben, die Freibäder in Deutschland jährlich für die Wassererwärmung mittels fossiler Energieträger aufbringen. Dabei bleiben in wirtschaftlich klammen Zeiten nicht nur Potentiale ungenutzt, auch ein beträchtlicher Imagegewinn entgeht den Betreibern. Die Positionierung als Akteur, der mit Umweltressourcen verantwortlich umgeht, hat einen

Zur stärkeren Verbreitung der Systeme soll auch eine Datenbank beitragen, die eine Kontaktaufnahme zu Anwendern und Experten vor Ort erleichtert. Das von den Partnern entwickelte Kalkulations-Tool “Impact Advisor” unterstützt die Wirtschaftlichkeitsrechnung für den Einzelfall - Poolgröße und klimatische Bedingungen vor Ort sind dabei ausschlaggebend.

 


Pressebilder zur redaktionellen Nutzung (foto: ttz/pr)

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Bildunterschrift:

Solarenergie als Heizkonzept für Freibäder

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Das ttz Bremerhaven versteht sich als innovativer Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales Experten-Team in den Bereichen Lebensmittel, Umwelt, Gesundheit und Beratung.