Stroh zu Gold

Bild 1 Grunschnittsammelstelle

08.07.2013

Stichworte: biogene Reststoffe, Energiegewinnung, NureSt, Biomasse

Forschungsprojekt wertet regionale, biogene Reststoffe auf

Grünschnitt, Straßenlaub, Treibsel oder Stroh – diese und ähnliche biogene Reststoffe werden in der Regel kompostiert oder verbleiben ungenutzt an Ort und Stelle. Dabei verbirgt sich hinter dem vermeintlichen Abfall ein wertvoller Rohstoff für die Energiegewinnung oder die stoffliche Nutzung. Das ttz Bremerhaven und die Partner des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts NureSt entwickeln Verfahren zur besseren Nutzung regionaler Stoffströme.

Bremerhaven, 08. Juli 2013. Wie lassen sich scheinbar wertlose Reste aus der Land- und Forstwirtschaft, Tierhaltung oder Landschaftspflege in nützliche Biomasse umwandeln? Diese Frage stellen sich der Projektkoordinator ttz Bremerhaven und die Kooperationspartner des neuen Projekts „Nutzung regionaler Stoffströme“ (NureSt). Sie wollen regionale Stoffströme biogenen Ursprungs analysieren und nutzbar machen. Das Projekt hat Pilotcharakter und startet in den Landkreisen links und rechts der Wesermündung.

Neue „grüne" und lokale Wertschöpfungsketten sind das Ziel von NureSt. Aus der Region, für die Region: Biomasse soll vor Ort aufbereitet und schließlich von lokalen Betrieben und Privathaushalten genutzt werden. Begleitende Studien liefern Erkenntnisse für ökonomische Optimierungspotentiale und zur Klimabilanz.

Reststoffe werden Wertstoffe


Eine Bioraffinerie bereitet die Reststoffe so auf, dass Produkte wie z.B. Bodenhilfsstoffe, Energieträger oder auch Industrierohstoffe erzeugt werden. Da die Raffinerien auch Kleinstmengen verwerten, müssen für die Biomassegewinnung keine zusätzlichen Flächen angelegt werden. Ein Flächennutzungskonflikt wird somit vermieden.

Das vom BMBF geförderte Projekt bringt Akteure aus der Wirtschaft, Forscher und regionale Verwaltungen an einen Tisch. Nach einer einjährigen Definitionsphase werden die Partner im anschließenden dreijährigen Folgeprojekt die erarbeiteten Ideen und Konzepte in der Praxis umsetzten. Das Konsortium, das zurzeit aus zwölf Mitglieder besteht, soll im weiteren Projektverlauf ausgebaut werden soll.

Der Bereich Wirtschaft wird durch die Grube Umwelttechnik GmbH & Co. KG und die bremenports GmbH & Co. KG vertreten. Zudem sind bisher folgende vier Verbände beteiligt: der Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände im Altkreis Wesermünde, das Niedersächsische Landvolk (Kreisverband Osterholz), die Landkreise Cuxhaven und Wesermarsch. Neben dem ttz Bremerhaven begleiten außerdem folgende wissenschaftliche Einrichtungen das Projekt: die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Göttingen, die Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg, die Georg-August-Universität Göttingen, die Leibnitz Universität Hannover sowie das 3N-Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe.

Weitere Informationen zu diesem Thema:

Pressemitteilung: Beste Reste

Forschungsprojekt: TRANSBIO

Pressemitteilung: Reststoffe als Energie- und Rohstoffquelle

Pressemitteilung: Wer suchet, der findet

Pressemitteilung: Reststoffe werden Ressourcen

Projektbeschreibung: BioRes-Netzwerk

 


Pressebilder zur redaktionellen Nutzung (foto: ttz/pr)

Bild 1 Grunschnittsammelstelle

Bildunterschrift:

Eine Sammelstelle für Grünschnitt – in der Bioraffinerie werden die biogenen Reststoffe zu wertvollen Ressourcen konvertiert.

© ttz Bremerhaven

 

Bild 2 Deichtreibsel

Bildunterschrift:

Nahaufnahme von Deichtreibsel im Landkreis Wesermarsch.

© ttz Bremerhaven


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Das ttz Bremerhaven ist ein unabhängiges Forschungsinstitut und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales Experten-Team in den Bereichen Lebensmittel, Umwelt und Gesundheit.

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