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BioRes-Netzwerk

Entwicklung von Produkten und Verfahren für die stoffliche und energetische Nutzung biogener Reststoffe.

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Förderinstrument: Projekt des „Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM), gefördert durch BMWi. Fördermodul: ZIM-NEMO
Projektdauer: 01.07.2011-31.07.2014
Projektleiter/in: Malte Trumpa
Homepage: www.biores-netzwerk.de

Mit der bloßen Entsorgung von Reststoffen, Nebenprodukten und Abfällen verschenkt die verarbeitende Industrie wertvolles Biomassepotential. Um bislang ungenutzte biogene Stoffströme aus der Lebensmittelindustrie, der Entsorgungsbranche oder der Land- und Forstwirtschaft verwertbar zu machen, werden im vom ttz Bremerhaven geleiteten Netzwerk BioRes Produkte und Verfahren für die stoffliche und energetische Nutzung biogener Reststoffe entwickelt. Im BioRes-Netzwerk sind Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette rund um die Biomassenutzung vertreten - vom Produzenten über das verarbeitende Gewerbe bis zum Anlagenbauer und Dienstleister.

Das ttz Bremerhaven und seine Partner erarbeiten neue Konzepte für existierende Standorte und Entsorgungsströme, im Rahmen derer neue Verwertungstechnologien eingeführt werden. So sollen Leuchtturmprojekte entstehen, deren Rentabilität in Wirtschaftlichkeitsanalysen geprüft wird. Das ttz Bremerhaven wird zusammen mit den Netzwerkunternehmen Technologien entwickeln und erproben. Ziel ist die Etablierung neuer Wertschöpfungsketten rund um biogene Reststoffe im Verbund mit Firmen, Verbänden und Forschungsdienstleistern. Die Modellstandorte sind über das gesamte Bundesgebiet verteilt.

In BioRes werden Nebenprodukte als Wertstoffe betrachtet, da sie Grund- oder Rohstoffe anderer Produkte sein können. Die stoffliche Nutzung von Biomasse nutzt das große Potential von Reststoffen am effizientesten und hat deshalb Vorrang vor der thermischen Verwertung. Die bei der stofflichen Verarbeitung anfallenden Nebenprodukte können ihrerseits weiter verarbeitet oder durch speziell entwickelte Technologien aufbereitet und energetisch nutzbar gemacht werden.

Mit Knowhow sollen so aus vermeintlichen „Reststoffen“ Verpackungsmaterialien, Baustoffe, Grund- oder Feinchemikalien, Dünger oder Futtermittel entstehen. Die Co-Feuerung in Kraftwerken oder dezentralen Kleinkraft- und Heizwerken sind potentielle Einsatzmöglichkeiten. Denkbar ist auch die Verarbeitung zu Pellets, Alkohol oder energetisch nutzbaren Gasen. Erst wenn das nicht mehr möglich ist, kommt eine Deponierung in Frage.

Das BioRes-Netzwerk bietet seinen Mitgliedern vielfältige Leistungen an. Hierzu gehören Marktrecherchen, Betriebs- und Produktanalysen sowie Strategie-Entwicklungen für die Markteinführung neuer Produkte und Verfahren. BioRes leistet eine unabhängige und praxisnahe Beratung bei Förderanträgen wie etwa im Bereich der Technologieentwicklungen. Außerdem verbreitet und bewirbt das Projekt das Thema biogene Reststoffe anhand der geplanten Leuchtturm-Projekte. Deshalb bietet das Netzwerk eine attraktive Onlinepräsenz (www.biores-netzwerk.de) mit den wichtigsten Informationen.

Projektpartner neben dem ttz Bremerhaven sind der Abwasserverband Braunschweig, Agrokraft GmbH, bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., florafuel AG, Herlt EnergieSysteme, N-Zyme BioTec GmbH, Nehlsen und Martin Braun Backmittel und Essenzen KG, Phytolutions GmbH sowie die Pusch AG.

 

Weitere Informationen zum Projekt BIORES-Netzwerk und zum Thema Reststoffe:

Broschüre: Potentiale biogener Reststoffe erkennen und nutzen: Wie Ihr Unternehmen von einem zukunftsorientierten Netzwerk profitieren kann.

Pressemitteilung: Wer suchet, der findet

Pressemitteilung: Reststoffe werden Ressourcen

Terminhinweis: Forum Biogene Abfälle und Reststoffe

Terminhinweis: BioRes-Netzwerk auf der Waste to Energy + Recycling 2013

Pressemitteilung: Schätze aus dem Meer

Pressemitteilung: Natur pur für bessere Lebensmittel

Forschungsprojekt: FishFermPlus

Terminhinweis: IndustrialGreenTec-Conference auf der Hannover Messe am "Green Day"