fischlarve

CLEANHATCH

Entwicklung und Anwendung einer innovativen Technologie zur Reinigung von Rundbecken zur Zucht von Fischlarven in Kreislaufanlagen

7. EU-Forschungsrahmenprogramm
Förderinstrument: Forschung zugunsten von KMU
7. EU-Forschungsrahmenprogramm
Projektdauer: 01.09.2010 - 31.08.2012
Projektleiter/in: Alexandra Oberdieck
Homepage: www.cleanhatch.net

CLEANHATCH ist ein zweijähriges EU-Projekt, das im Rahmen des Programms “Forschung zugunsten von KMU” mit Mitteln der Europäischen Union teilfinanziert wird. Ziel des Projekts ist die Entwicklung, Erprobung und Anwendung einer innovativen Reinigungstechnologie für Rundbecken in Kreislaufanlagen zur Zucht von Fischlarven. Bei der Kooperation von Partnern aus fünf verschiedenen Ländern Europas übernehmen das ttz Bremerhaven und das Forschungsinstitut für Fischerei, Aquakultur und Bewässerung (HAKI, Ungarn) im Auftrag der KMU die Forschung, Entwicklung und Erprobung der neuen Technologie. Die KMU in CLEANHATCH sind AquaBioTech Limited (Malta), Storvik Aqua AS (Norwegen) und Viking Fish Farms (Großbritannien).

 

Hintergrund: Wasserqualität in der Aquakultur

In den letzten 40 Jahren hat die Bedeutung der Aquakultur weltweit mit Wachstumsraten von jährlich 7 % stetig zugenommen. Nach Angaben der Welternährungsorganisation ist sie inzwischen für die Hälfte der weltweiten Fischproduktion verantwortlich. In Europa gilt der Aquakultursektor mit mehr als 64.000 Arbeitsplätzen und einem Umsatz von ca. 3 Milliarden Euro jährlich als bedeutender Wirtschaftszweig.

Die schnelle Entwicklung der Aquakultur macht auch die Produktion von Fischlarven in großem Maßstab notwendig. In sog. Fischbrutanstalten werden die Fische vom Ei zur Larve aufgezogen, um anschließend in einer Fischzuchtanlage bis zur Marktgröße weiterzuwachsen. Die Kreislauftechnologie ermöglicht diese Aufzucht mit verhältnismäßig wenig Wasser, da es durch weitgehend geschlossene Kreislaufführung und stetige Aufbereitung durch verschiedene technische und biologische Vorrichtungen immer wieder nutzbar gemacht wird.

Dennoch entwickelt sich stetig ein mikrobieller Bewuchs mit hoher Keimzahl auf allen Oberflächen in den Becken und gefährdet so die Produktion der gegenüber Wasserqualität sehr anspruchsvollen Fischbrut. Die Sterblichkeitsraten während des Larvenstadium sind u. a. aus diesem Grund wesentlich höher als in jeder anderen Phase der Fischzucht. Die derzeitigen Reinigungsmethoden, wie das Säubern von Hand oder das Absaugen des Bewuchses, sind bislang nicht zielführend.

 

Ziel: Reinigungstechnologie für Rundbecken zur Larvenaufzucht

Im Rahmen von CLEANHATCH wird deshalb eine neue Reinigungsmethode entwickelt, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden und eine nachhaltige Produktion von Fischlarven in großem Maßstab zu ermöglichen. Die Entwicklung dieser Innovation wird die teilnehmenden KMU an die Spitze des Markts für Aquakulturtechnologien bringen.

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