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DURAWOOD

Entwicklung einer neuen lösungsmittelfreien Beschichtungsmethode für Holzfassaden

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Förderinstrument: Research for the benefit of SME 7.EU-Forschungsrahmenprogramm
Projektdauer: 01.12.2009 - 30.11.2011
Projektleiter/in: Anne Baars, Dr. Ingo Klarholz
Homepage: http://www.durawood-fp7.eu/

Um die Wettbewerbsfähigkeit von Holz gegenüber anderen Materialien zu steigern ist es erforderlich, eine kostengünstige Holzschutzmethode zu entwickeln, die frei von giftigen Chemikalien ist und trotzdem eine lange Haltbarkeit des Holzes gewährleistet.

Ziel des Projektes DURAWOOD ist es daher, eine kostengünstige, ökologische und leistungsstarke Methode zu entwickeln. Diese wird als DURAWOOD-Verfahren bezeichnet und nutzt elektrische Gasentladung (Plasma), um Holzoberflächen zu behandeln bzw. vorzubehandeln, so dass geringere Fungizid-Mengen eingesetzt werden müssen.

Damit Holz gegenüber anderen Materialien konkurrenzfähig und für Kunden attraktiv ist, muss eine Haltbarkeit von behandelten Holzfassaden von mindestens 5 bis 8 Jahren ohne zusätzlich erforderliche Wartungsarbeiten garantiert werden können. Die neue EU-Gesetzgebung (2004/42/EC) fordert den Ersatz von lösungsmittelhaltigen Holzschutzmitteln im Außenbereich durch solche auf Wasserbasis. Allerdings sind hölzerne Fassaden, die mit auf Wasser basierenden Holzschutzmitteln behandelt worden sind, anfälliger für Verfärbungen und Beschädigungen durch Schimmelpilze, Bläuepilze und holzzerstörende Pilze.

Schimmelpilze wachsen hauptsächlich auf der Oberfläche der Farbschicht und die auf sie zurückgehenden Schäden basieren auf Verfärbungen, die durch die pigmentierten Sporen verursacht werden. Bläuepilze können sowohl die Ober­fläche als auch den gesamten Holzkörper besiedeln und führen zu einer oftmals unansehnlichen Verfärbung (blau oder grau) des Holzes sowie zu einer Be­einträchtigung des Holzschutzes durch Schädigung der Oberflächenbeschichtung. Holzzerstörende Pilze sind in der Lage, Lignin beziehungsweise Cellulose abzubauen und führen dadurch zu massiven, strukturellen Schädigungen des Holzes, die aufwendige und teure Sanierungsmaßnahmen erforderlich machen. Deshalb stützen sich die Forscher der Molekulargenetik am ttz Bremerhaven auf eine Methode mit Hilfe von Plasma-Technologie.

Dabei kommen zwei Anwendungen zum Einsatz: Zum einen wird die Holzoberfläche hydrophobisiert, um die Benetzbarkeit des Holzes zu verringern und sie damit wasserundurchlässig zu machen. Zum anderen wird die Holz­oberfläche dahingehend verändert, dass das Haftvermögen von Wasser basierenden Holzschutzmitteln verbessert wird.

Die DURAWOOD-Technologie soll einen preiswerten, haltbaren und umweltfreundlichen Holzschutz ermöglichen und die Wettbewerbs­fähigkeit der europäischen holzverarbeitenden Industrie stärken.

In der ttz Molekulargenetik wird eine schnelle Nachweismethode für die wichtigsten holzzerstörenden Pilze erarbeitet, mit der die DURAWOOD-behandelten Hölzer auf ihren vor Pilzen schützenden Effekt getestet werden.

Das ttz ist einer von drei Forschungspartnern. Zusammen mit dem Projektkoordinator IRIS (Innocvacio i Recerca Industrial i Sostenible, Barcelona) und der Slowakischen Technischen Universität in Bratislava agiert das ttz als Forschungsdienstleister innerhalb des Konsortiums. Die Industrie-Partner des Konsortiums bestehen einerseits aus den Holz-verarbeitenden Firmen Ing. Ján Šestina – SETA aus der Slowakei, Kartas Kontrplak Sanayi Ticaret aus der Türkei und Aryecla, S.L. aus Spanien, und andererseits aus den folgenden Firmen der Zulieferkette der angestrebten Technologie: Plasma Technologic, s.r.o aus der Tschechischen Republik, die sich auf Plasmatechnologie spezialisiert hat. PAM-ak s.r.o. aus der Slowakei und SETAS KIMYA SAN AS aus der Türkei sind beide Hersteller von Holzbeschichtungen.

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