Wein

SUSTAVINO

Ansatz für eine integrierte und nachhaltige Wein-Produktion in Europa

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Förderinstrument: Projekt im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm
Projektdauer: 01.02.2009 - 31.01.2012
Projektleiter/in: Cristina Duran Martinez, Dr. Anne Berghoff
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Das Projekt unterstützt europäische Weinproduzenten dabei, den steigenden Anforderungen der Umweltgesetze gerecht zu werden und auf planvoll verbesserte Nachhaltigkeit mit einem Gütesiegel zu kommunizieren. Diese Zertifizierung soll eine Imagesteigerung von Wein aus europäischen Anbaugebieten erzielen, die sich positiv auf den Absatz auswirkt. Der seit einigen Jahren spürbaren Tendenz zum sinkenden Verbrauch, dem Abbau von Überproduktion und dem Vorzug von Weinen aus der „Neuen Welt“ soll damit begegnet werden. Besonders kleinen und mittelständischen Familienunternehmen und Genossenschaften kommt diese Vermarktungsstrategie zu Gute. Die Wirtschaftskraft traditionell wichtiger Anbaugebiete in Europa wird gestärkt, gewachsene Strukturen erhalten und die Wettbewerbsfähigkeit für den Weltmarkt erhöht. Über 60 Prozent der weltweiten Weinproduktion erfolgt durch europäische Produzenten.

Bei der Weinproduktion fallen große Abwassermengen an, die teilweise noch hohe Mengen an festen organischen Substanzen enthalten. Da die Produktionsabläufe zu festen Zeiten im Jahr ablaufen, können in Hochzeiten Schock-Belastungen der kommunalen Abwasserbehandlungssysteme auftreten. Ist das Weinanbaugebiet nicht an die Kanalisation angeschlossen, können nachhaltige Beeinträchtigungen von Seen und Flüssen die Folge sein. Daher fokussieren Umweltgesetze besonders die Behandlung von festen und flüssigen Reststoffen aus der Weinproduktion. Allerdings ist bisher kein spezifisches Verfahren bekannt, um feste Reststoffe aus dem Abwasserstrom herauszufiltern. Daher enden sie momentan meistens als Kompost oder Dünger in den Weinbergen. Diese Ablagerung hat jedoch für Anwohner und Touristen unangenehme Nebenwirkungen: Geruchsbelästigungen entstehen und das Grundwasser wird verunreinigt.

Damit verfehlen Weinproduzenten jedoch nicht nur geltende Umwelt-Auflagen, wie z.B. Abfallverordnungen und Sicherheitsbestimmungen, sonder ignorieren auch das Potenzial hochwertiger und biologisch aktiver Reststoffe, die im Abwasser enthalten sind. Diese Stoffe können durch Aufwertungsprozesse veredelt werden und eine attraktive Wertsteigerung erfahren. Das Projekt SUSTAVINO zeigt Produzenten in Europa einen Weg auf, um der allgemeinen Tendenz zur Verschärfung von Umweltgesetzten, Rohstoffeffizienz und Qualitätsanforderungen gerecht zu werden.

 

Weitere Informationen zum Projekt SUSTAVINO sowie zum Thema "Nachhaltige Weinproduktion:

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