CLEANSOIL Projektbeschreibung

CLEANSOIL

Eine innovative Methode für die örtliche Sanierung von verschmutzen Böden unter existierenden Infrastrukturen

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Förderinstrument: INCO Projekt im 6. EU-Forschungsrahmenprogramm
Projektdauer: 01.05.2005 - 30.04.2008
Projektleiter/in: Barbara De Mena Pardo
Homepage: www.cleansoilproject.info

Boden ist ein lebensnotwendiger und größtenteils nicht erneuerbarer (in einer Zeitskala von 50-100 Jahren) Rohstoff, der eine große Anzahl an entscheidenden ökologischen, sozialen und ökonomischen Funktionen ausführt, die notwendige Grundlage für Lebewesen aller Art sind. Der Boden wird zunehmend durch menschliche Einwirkungen bedroht und unterliegt infolgedessen einer Verschlechterung. In der EU sind geschätzte 1,5 Millionen Flächen verschmutzt. Für die GUS Staaten ist noch eine weit höhere Zahl kontaminierter Flächen anzunehmen. Meist sind die Verschmutzungen auf frühere militärischer Standorte, Flughäfen, Tankstellen, Maschinenreparaturwerkstätten und industrielle Produktionsstandorte zurückzuführen. Schwermetalle, PCB (Polychlorierte Biphenyle), chlorierte Wasserstoffe, Pestizide und Nitrate führen zu schwerwiegenden Konsequenzen in der Umwelt, in landwirtschaftlichen Produktionssystemen und bei der Gesundheit des Menschen.

Die am häufigsten angewandte Methode für die Behebung von Landverschmutzungen ist das Abtragen und Beseitigen des verschmutzten Bodens, der dann behandelt oder zu einer Deponie transportiert wird. Umweltschonende Methoden sind häufig kostspielig und technisch nicht realisierbar. Daher hat die Entwicklung kostengünstiger und möglichst einfacher Technologien für die Beseitigung von Giften aus dem Boden höchste Priorität.

Um dem geschilderten Problem zu begegnen, wird in dem Projekt CLEANSOIL eine umweltfreundliche und effiziente Alternative erarbeitet, um die Aufbereitung der gefährlichen Substanzen durch Absorptionsmechanismen vor Ort zu ermöglichen. Basierend auf seiner Einfachheit ist es speziell ausgerichtet auf große Flächen verschmutzten Bodens und besonders dann empfehlenswert, wenn die Beseitigung aufgrund der örtlichen Begebenheiten nicht bzw. nur schwer praktizierbar ist (unter Gebäuden, Straßen, Eisenbahnstrecken, etc), da nur minimale Störungen verursacht werden. Das neue System zur Reinigung der verschmutzten Flächen besteht aus Absorptionskörpern, die wie an einer Kette aneinander gereiht und miteinander verbunden sind. Diese Ketten liegen innerhalb perforierter Rohre, die durch horizontal gebohrte Löcher parallel zueinander in den Boden eingebracht werden. Die auf diese Weise in den Boden implementierten Absorptionsmittel können dann die Schmutzstoffe aufnehmen. Nach einer bestimmten Zeitspanne kann das System entfernt und das Absorptionsmittel regeneriert bzw. erneuert und für weitere Einsatzmöglichkeiten verwendet werden.

Das CLEANSOIL Projekt wird ein System zur Sanierung von Boden und zum Schutz von Wasserressourcen entwickeln, das nach Abschluss einen Reinigungsgrad des Bodens erreicht, welcher das ursprüngliche Leistungsvermögen und die natürlichen Funktionen des Bodens wiederherstellt. Diese Methode ist vor allem in den Fällen einzusetzen, in denen das Abtragen und Beseitigen des verschmutzten Bodens keine Option bzw. Lösung darstellt.

Partnergemeinschaft:

  • TTZ – Verein zur Förderung des Technologie Transfers an der Hochschule Bremerhaven (Co-ordinator)
  • MSU Phys – M.V. Lomonosov Moscow State University (Russian Federation)
  • INMPE – Institute for Nature Management Problems and Ecology, National Academy of Sciences of Ukraine (Ukraine)
  • GLOBE – Globe Water AB (Schweden)
  • BIIKS – OOO Drilling, Engineering Research and Communication Installation (Russian Federation)
  • USU – Ugra State University (Russian Federation)
  • BIOAZUL – Bioazul S.L. (Spanien)
  • WUT – Politechnika Warszawska (Warsaw University of Technology – Polen)
  • INEP – Institute of the Industrial Ecology of the North, Kola Science Centre, Russian Academy of Sciences.