BaWaPla Projektbeschreibung

BaWaPla

Nachhaltige Ballastwasseraufbereitung


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Förderinstrument: STEP-Projekt im 6. EU-Forschungsrahmenprogramm
Projektdauer: 15.11.2006 - 30.06.2010
Projektleiter/in: Dr. Gerhard Schories
Homepage: www.bawapla.com

Maritimer Transport ist von enormer Bedeutung für Europa und den Rest der Welt. Über 90% des Außenhandels der Europäischen Union wird per Seetransport abgewickelt. Mehr als eine Milliarde Tonnen an Fracht werden pro Jahr in den Häfen der Mitgliedstaaten auf- und abgeladen. Der Schiffstransport ist gemessen am Volumen die wichtigste Beförderungsart.

Mit dem Seetransportgeschäft begann auch der Transport von Organismen im Ballastwasser von Schiffen. Der internationale Transport von drei bis zu zwölf Milliarden Tonnen Ballastwasser jährlich führt zur Ansammlung von ca. 100 Millionen Tonnen von Ablagerungen in den Schiffen. Die Beseitigung des entstandenen Schlamms verursacht enorme Kosten (ca. 30.000 € für ein kleines Frachtschiff). Neben den wirtschaftlichen Aspekten wird das Ballastwasser als hauptsächlicher Verursacher für die Umsiedlung von Aquaspezies über biologisch-geografische Grenzen hinaus verstanden. Schätzungsweise werden täglich 10.000 Pflanzen- sowie Tierarten per Schiff in die ganze Welt transportiert. Aufgrund des wachsenden Welthandels wächst auch die Bedrohung der Ökosysteme durch invasive Lebewesen. Die immer kürzeren Fahrtzeiten erhöhen die Überlebenswahrscheinlichkeit der Bioinvasoren.

Die automatische und zuverlässige Reinigung des Ballastwassers im Tank mithilfe einer neuen Hybrid-Technologie (UV, Filter, Elektrolyse), die einen seewasserbetriebenen Generator nutzt, ist das gemeinsame Ziel der Projektpartner. Durch die Produktion von aktiven Substanzen mit der Elektrolyse aus dem Meerwasser wird vermieden, gefährliche und ätzende Chemikalien an Bord mitzuführen.

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