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TRANSBIO

Biotransformation von Reststoffen aus der obst- und gemüseverarbeitenden Industrie in wertvolle Bioprodukte

 

Förderinstrument: 7. Forschungsrahmenprogramm der europäischen Kommission, Verbundforschung
Projektdauer: 01.12.2011-30.11.2015
Projektleiter/in: Jessica Wildner
Homepage: http://www.transbio.eu

Das EU-Project TRANSBIO ist ein Zusammenschluss von 16 Forschungseinrichtungen und Firmen aus neun verschiedenen Staaten, wobei drei Projektpartner aus Lateinamerika teilnehmen. In TRANSBIO werden Wertstoffe aus der obst- und gemüseverarbeitenden Industrie, unter Anwendung eines innovativen stufenförmigen Konzeptes, zu wertvollen Bioprodukten weiterverarbeitet.

Durch umweltfreundliche, biotechnologische Verfahren wie beispielsweise Fermentation und enzymatische Umwandlungsprozesse werden Produkte wie Polyhydroxybutyrate (PHB) zur Anwendung als Biokunststoff, Succinylsäure (Bernsteinsäure) für Nutrazeutika und als Plattformchemikalie, sowie Enzyme für Reinigungszwecke gewonnen. Zunächst werden Wertstoffe aus der obst- und gemüseverarbeitenden Industrie charakterisiert, auf ihre Eignung überprüft und anschließend durch Kombinationen von verschiedenen Aufschlußverfahren die vergärungsfähigen Zucker für die Fermentation gewonnen. Um ein möglichst vielseitiges Anwendungsspektrum der ausgewählten Reststoffe abzudecken, verfolgt das Projekt verschiedene Fermentationsverfahren, wie die Submersfermentation (SmF) in flüssiger Umgebung für Bakterien und  Hefen, sowie die Feststoffermentation (SSF) für Pilze.

Ein besonderes Augenmerk wird auf die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit bei der Entwicklung und Optimierung der Aufschluß- und Fermentationsverfahren sowie für up-scale, down-stream und Stabilisierung der Endprodukte gelegt. Je nachdem ob die Fermetationsprodukte intra- oder extrazellulär vorliegen, werden die Prozeßschritte dementsprechend optimiert. Um extrazellulär vorliegende Succinylsäure zu gewinnen, werden in der SmF neue nicht-kommerzielle Hefen eingesetzt, die Produktion von PHB mittels speziellen Bakterien hingegen findet intrazellulär statt. Die Enzyme werden extrazellulär von Pilzen in Feststoffbioreaktoren gebildet. Im Anschluss werden die Produkte auf Ihre jeweilige Eignung hin geprüft. Das PHB wird zum Einsatz als biobasierter Kunststoff validiert, die Enzyme auf Ihre Eignung als Waschmittelzusatz geprüft und die aufgereinigte Succinylsäure als Lebensmittelzusatzstoff eingesetzt.

Zur Optimierung der Wirtschaftlichkeit werden zusätzlich die unbehandelten und hydrolysierten Reststoffe, sowie die restliche Biomasse aus der Fermentation auf ihr Potential hinsichtlich ihrer Verwertbarkeit als Rohstoff zur Biogasproduktion geprüft. Die entwickelten Verfahren und Produkte werden umfassend unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten begutachtet und eine Ökobilanzierung (inkl. CO2-Fußabdruck) durchgeführt.

In Workshops und auf Konferenzen in Europa und Lateinamerika werden die Technologien und Produkte an Interessenten aus Wissenschaft und Industrie weitergegeben.

Das Projekt wird im 7. Forschungsrahmen Programm der Europäischen Kommission mit einer Gesamtförderung von knapp 3 Mio Euro unter der Vertragsnummer 289603 gefördert.

 

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