QualiFreez1500

QualiFreez

Verfahrensentwicklung zur Vermeidung des Austrocknens von Lebensmitteln beim Kühlen und Gefrieren mit Ultraschall-Kaltnebel und gleichzeitiger Prozessdesinfektion mit Wasserstoffperoxid und lebensmittelgerechten Substanzzusätzen - Mikrobiologische Charakterisierung und verfahrenstechnische Entwicklung des neuartigen Kühl- und Gefrierprozesses (Ultraschall-Kaltnebel kombiniert mit H2O2) von Fleischwaren unter Berücksichtigung von qualitativen und energetischen Aspekten

Förderinstrument: AiF – ZIM / KF (Ein Förderprogramm des BMWi)
Projektdauer: 01.04.2011 - 30.11.2012
Projektleiter/in: Ruth Begoihn
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Ziel des Projektes QualiFreez ist die Entwicklung eines innovativen Verfahrens und einer Anlage, durch die das Austrocknen von Lebensmitteln, insbesondere von Fleisch und Fleischerzeugnissen, beim Kühlen und Gefrieren durch den Einsatz von Ultraschall-Kaltnebel vermieden wird. Drüber hinaus soll durch Anreicherung des Ultraschall-Kaltnebels mit Wasserstoffperoxid eine kontinuierliche Prozess- und Produktdesinfektion während des Kühl- und Gefrierprozesses zur Vermeidung bzw. Reduzierung der Kontamination durch Mikroorganismen erreicht werden. Die angehende Entwicklung würde durch die mit Feuchtigkeit angereicherte Prozessatmosphäre und den auf diese Weise verbesserten Wärmeübergang auf das Produkt zu neuartigen Möglichkeiten des Kühlens und Gefrierens von Lebensmitteln bei gleichzeitigen Energie-Einsparungen von bis zu 40 % führen. Bei herkömmlichen Gefrierverfahren (z.B. Spiral- oder Wendelbandfrostern mit einer Kältemaschine) wird mit trockener Kälte gearbeitet, womit immer das Risiko von Gefrierbrand und mikrobiologischer Kontamination verbunden ist. Die damit zusammenhängenden Nachteile liegen auf der Hand und betreffen unter anderem die Einbußen bei Qualität und Frische, die hohe Rate an nicht verkaufsfähigen Produkten sowie den Energiebedarf. Bei der ultraschallinduzierten Desinfektion mit Zusatz eines Oxidationsmittels und wirkenden Biozids soll die Flüssigkeit in Form von Tropfen im Nanobereich (Aerosole) in die Anlage eingebracht werden. Die so entstandenen Mikrotröpfchen verteilen sich dann gleichmäßig und weiträumig. Treffen die Aerosolteilchen auf die Keime in der Luft oder an der Oberfläche, töten diese die Mikroorganismen ab. Gleichzeitig wirkt das Aerosol geruchneutralisierend. Damit reinigt es die Luft und bildet auf allen Oberflächen – auch in Ritzen und Fugen der Anlage – einen antibakteriellen Film. Dieser Film in Molekülstärke verhindert eine Ansiedlung von Keimen.

 

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