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PlantPro

BioDisc: Entwicklung und Analyse einer enzymbasierenden Extraktions- und Verarbeitungstechnologie für Pflanzenproteine aus verschiedenen Quellen für die Lebensmittelanwendung

 
Förderinstrument: BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung)
Projektdauer: 01.06.2005 - 31.05.2007
Projektleiter/in: Caroline Hennigs
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Die Biotechnologie spielt eine immer wichtigere Rolle in der Lebensmittelindustrie (z.B. Wein- und Bierherstellung). Mit der steigenden Nachfrage nach funktionellen Lebensmitteln mit geringem allergenen Potential, gewinnen enzymatische Prozesse immer mehr an Bedeutung für die  Lebensmittelindustrie.

Der weltweite Bedarf an pflanzlichem Protein steigt kontinuierlich aufgrund einer wachsenden Sensibilisierung des Verbrauchers gegenüber tierischen Proteinquellen, insbesondere vor dem Hintergrund von Lebensmittelskandalen wie BSE, CJD, Scrapie, Maul- und Klauenseuche, Dioxin in Eiern usw.. Der überdurchschnittlich steigende Bedarf an Pflanzenprotein kann aus ökologischen Gründen nicht durch eine Erhöhung der Vieh- oder Fischzucht gelöst werden.

Laut Statistik der Welternährungsorganisation FAO (FOOD AND AGRICULTURE ORGANIZATION OF THE UNITED NATIONS) bestand der menschliche Proteinverbrauch im Jahr 2001 durchschnittlich zu 38% aus Pflanzenproteinen. Es ist zu erwarten, dass dieser Anteil in der Zukunft aus den oben genannten Gründen weiter ansteigt. Momentan liegt das Marktvolumen für reines Pflanzenprotein bei 75 Millionen Tonnen weltweit. Die meistverwendete Quelle für Pflanzenprotein sind Sojabohnen. Die Verwertung von Sojaprotein wird wegen der vermehrten Verwendung gentechnisch veränderter Pflanzen von der Lebensmittelindustrie und den Verbrauchern zunehmend kritisch gesehen bzw. abgelehnt. Hinzu kommt, dass bei einer wachsenden Zahl von Verbrauchern Allergien gegen Sojabestandteile auftreten, welches den Bedarf für neue Pflanzenproteinquellen signifikant erhöht.

Die Entwicklung eines Verfahrens zur Gewinnung eines neuartigen Pflanzenproteins für die menschliche Ernährung bedarf eingehender Forschung und Entwicklungsarbeit unter Zuhilfenahme biotechnologischer Verfahren, da der Lebensmittelmarkt zur Zeit allein auf Sojaprotein ausgerichtet ist. NESSE ist überzeugt, dass die Kooperation zwischen Unternehmen aus der Wirtschaft und wissenschaftlichen Einrichtungen hierfür die geeignete Methode ist.

Die Gewürzmühle Nesse GmbH (NESSE) als typischer Anwender von Pflanzenprotein in ihren Produkten möchte deswegen in dem geplanten Projekt die Ausnutzung neuer, gesundheitlich unbedenklicher Quellen für Pflanzenprotein für die menschliche Ernährung untersuchen. NESSE’s wichtigste Produkte sind Gewürz- Zusatzstoffmischungen für das lebensmittelverarbeitende Gewerbe. Unter Entwicklung von neuen, wirtschaftlichen biotechnologischen Extraktionsverfahren soll das Know-how zur Entwicklung neuartiger Produkte gewonnen werden. Unterstützt wird das Unternehmen durch ihren Forschungspartner TTZ Bremerhaven (TTZ). Der israelische Kooperationspartner ist das israelische Unternehmen Solbar Plant Extracts Ltd. (SPE), das umfassende Erfahrung in der Produktion von Pflanzenprotein aufweisen kann.

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