BrainHealthFood Projektbeschreibung

BrainHealthFood

Bioaktive Inhaltsstofffe aus der Johannisbeerverarbeitung

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Förderinstrument: 7th Framework Program, Research for SME
Projektdauer: 01.01.2009 - 31.12.2010
Projektleiter/in: Marie Shrestha
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Die Demenzerkrankung ist derzeit die häufigste altersbedingte neurodegenerative Störung - mehr als 10 Prozent der über 65-Jährigen sind betroffen. Die Diagnose bedeutet den Verlust der Selbstbestimmtheit. Eine 24-Stunden-Betreuung wird zwingend erforderlich und bürdet dem Gesundheitssystem immense Kosten auf. In den USA werden die Kosten für Pflege und medikamentöse Behandlung von Alzheimerpatienten auf mehr als 100 Milliarden Dollar geschätzt. Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts von 2006 leiden in Deutschland rund 700.000 Menschen an Alzheimer-Demenz. Angesichts der demographischen Entwicklung - besonders über 65-Jährige sind von der Krankheit betroffen - wird die Finanzierungsfrage zum gesellschaftlichen Zündstoff. Für das Jahr 2050 wird eine Zahl von 2,6 Millionen Alzheimerpatienten in Deutschland prognostiziert. Das entspricht einem mittleren Anstieg der Patientenzahlen um 35.000 pro Jahr.

Obwohl die Wirkungsweisen der Demenzerkrankung noch nicht vollständig erforscht sind, sprechen viele Anzeichen für eine starke oxidative Belastung der Gehirnregion. Auslöser dafür sind lipide Peroxidationen, die Bildung freier Radikaler und amyloider Beta-Proteine. Aktuelle epidemiologische Ergebnisse legen nahe, dass eine vielseitige, phenolreiche Ernährung das Risiko einer Demenzerkrankung verringern kann. Der regelmäßige Genuss von Nahrungsmitteln mit neuroprotektiver Wirkung, wie zum Beispiel die schwarze Johannisbeere, kann mittel- bis langfristig das Gesundheitssystem entlasten.

Derzeit gibt es kein Produkt auf Basis schwarzer Johannisbeeren im Functional Food-Sortiment. Um diese Lücke kostengünstig zu schließen, sollen Reststoffe der Saftproduktion als Rohstoff dienen. Neben der Untersuchung der Inhaltsstoffe, ihrer Qualität und der gesundheitsfördernden Wirkung leisten die Projektpartner Schützenhilfe bei der Produktentwicklung und Vermarktung. Dieses Know-how über die Verarbeitung bioaktiver Inhaltsstoffe der schwarzen Johannisbeere zu Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Non-Food-Produkten wird an kleine und mittelständische Unternehmen weitergegeben. Bei den glänzenden Wachstumsperspektiven des Marktes für diese „Nutriceuticals“ (nutrient + pharmaceutical, ein Nährstoff mit pharmazeutischer Wirkung) können sie ihre Position im globalen Wettbewerb stärken. Die Platzierung attraktiver Produkte wird die Nachfrage beleben. Das werden auch die Beerenproduzenten spüren. Erzeugnisse aus Europa werden gemäß der Zielsetzung von „Brainhealthfood“ eine Nachfragesteigerung erfahren und Importprodukten vermehrt ersetzen. Diese Entwicklung stärkt ländliche Anbauregionen durch die Erschließung neuer Absatzmöglichkeiten. Durch die Verwertung von Reststoffen werden zudem Kosten für Abtransport und Abfallmanagement eingespart.

 

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Weitere Informationen erhalten sie auch unter http://www.obsthof-zott.de/johannisbeeren.php

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